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Alex Clare in Berlin - 17.10.2012 im Astra

Alex Clare in Berlin - 17.10.2012 im Astra

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Der Londoner Alex Clare ist der Mann der Stunde: Seine packende Single „Too Close“ und sein Debütalbum „The Lateness Of The Hour“ erstürmen derzeit die deutschen iTunes-Charts, parallel dazu breitet sich der Song im Netz wie ein Lauffeuer aus. Kein Wunder: Soul-Gesang und massive Beats klangen selten so episch zusammen.

Auslöser war ein Werbeclip mit dem Song „Too Close“: Microsofts „Beauty of the Web“-Kampagne für die neueste Version des Internet Explorer hat in den letzten Tagen dafür gesorgt, dass Browser und Suchmaschinen rund um den Globus regelrecht bombardiert wurden mit Anfragen zu seiner Person. Übers Wochenende ist Alex Clares „Too Close“, der Song aus besagter Werbung, von Null in die Top 20 der deutschen iTunes-Charts geklettert – das Album folgte auf dem Fuß und liegt mittlerweile sogar auf Platz #11! In den USA ist „Too Close“ ebenfalls in die Billboard-Charts eingestiegen und liegt momentan auf Platz #7 der Heatseeker-Charts!

Wer also ist dieser Alex Clare? Früher auch unter dem Namen Alexander G. Muertos aktiv, kommt Mr. Clare, Jahrgang 1986, aus dem Süden Londons und ist dort schon seit einigen Jahren in der Singer/Songwriter-Szene aktiv. Sein von Switch und Diplo produziertes Debütalbum „The Lateness Of The Hour“ erschien in UK bereits im Juli 2011 und überzeugte Fans und Kritiker auf Anhieb. Seine Stimme? Ist mindestens so packend und vielschichtig wie die Beats. Und wer Vergleiche hören will: Der von ZEIT ONLINE angeführte Jamie Lidell trifft es schon recht gut, dazu David Gray, nur mit sehr viel mehr intelligentem Bassdruck im Unterholz. Und was bislang nur die wenigsten wussten: Alex Clare war ein Jahr lang mit Sängerin Amy Winehouse zusammen.
Aber zurück zur Musik: Alex Clare liebt die Klassiker der letzten 15 - 20 Jahre: „OK Computer“ von Radiohead genauso wie „The Score“ von den Fugees; und doch sind es letztlich noch frühere LPs, Meilensteine von Donny Hathaway oder Stevie Wonder, die er mitnehmen würde auf eine einsame Insel. Und das hört man auch: In seiner Stimme schwingt dermaßen viel Soul und Blues und manchmal sogar ein dezenter Jazz-Einschlag mit, dass einem schwindelig werden kann. Mit seiner Mütze (à la Common) auf dem Kopf, gelingt ihm wie kaum einem anderen jungen Künstler, hypermoderne, digitale Sounds (Drum & Bass, Garage, Dubstep & Co.) mit der eigenen Stimme zu vermählen. Das Resultat ist, wenn man so will, ultramoderner Soul mit massivem Bassdruck und Beats, die einen nicht stillsitzen lassen.
Aufgewachsen mit der Bebop-Sammlung seines Vaters, einer in Alanis Morissette verliebten Schwester und einem Oasis-Fan als Bruder, hörte Alex schon sehr früh Jungle und UK Garage, um schließlich bei ganz anderen Genres zu landen: „Jazz und Blues und Soul waren eine Art Lichtblick in meinem Leben.“ Nach ersten Band-Erfahrungen begann er kurz nach der Jahrtausendwende damit, sich in der Londoner Musikszene umzutun – jedoch keineswegs in Vollzeit: Er lernte parallel dazu Koch, weil er doch ein gewisses Sicherheitsbedürfnis verspürte. Nach einem Umzug nach Brighton, schrieb er sich dort alles, was ihn bedrückte, von der Seele, „was einem ja eigentlich dabei helfen sollte, damit klar zu kommen, nur erinnern einen die Stücke letzten Endes immer wieder an das, was da vorgefallen ist.“

Besagte Erinnerungsstücke landeten über Umwege bei Island Records, und wenig später hatte Alex auch schon einen Plattendeal in der Tasche. Es folgte, im Zeitraffer: ein Flug nach New Orleans, Studioarbeit mit Diplo & Switch (Major Lazer, M.I.A.), ein breites Lächeln auf seinem Gesicht, „denn die beiden verstehen einfach, auf was für abgrundtiefe Basswelten ich stehe.“ Angereichert mit gewaltigen Beats und vielschichtigen Synthesizer-Sounds, klangen seine Songs plötzlich viel direkter, selbstbewusster, überzeugender – der Beweis ist „Too Close“ und der aktuelle Erfolg der Single.
Sein Album „The Lateness Of The Hour“ entstand dabei nicht nur in New Orleans, sondern auch in Jamaika und Los Angeles. Während Alex laut eigener Aussage derzeit dabei ist, eine Band zusammenzustellen, um diesen Sound demnächst auch live zu präsentieren, weiß er bereits ganz genau, was guten Sound für ihn ausmacht: „Für einen guten Song braucht es einzig und allein den Bass, den Kick der Bassdrum und dann die Snare – der Rest sind Randbemerkungen. Man muss den einzelnen Sounds genügend Raum geben; hört euch doch mal John Coltrane an! Da geht es um Qualität, nicht Quantität.“ Da fällt ihm ein, was ein Bäckermeister ihm einst als Ratschlag mit auf den Weg gab, als er noch seine Ausbildung zum Koch absolvierte: „So eine Torte, die kann richtig gut aussehen, wenn man sich Mühe gibt“, hatte der Mann damals gesagt. „Je mehr du sie jedoch verzierst, desto hässlicher wird sie.“ Bei so viel Fachwissen musste Alex Clare wohl früher oder später einen Sound kreieren, der sich abhebt vom Einheitsbrei.

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10245 Berlin

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