40 Bodenreliefs, 2. Variation 2004
Der deutsche Bildhauer Ulrich Rückriem und Träger des angesehenen "Piepenbrock-Preises für Skulptur" hatte der Nationalgalerie 1998 eines seiner Hauptwerke überlassen: die Arbeit "40 Bodenreliefs".
Die Installation, die sich als Hommage an Mies van der Rohe begreifen lässt, besteht aus vierzig quadratischen Granitplatten. Diese werden mit jeder Aufstellung schachbrettartig auf die gesamte Fläche der oberen Halle der Neuen Nationalgalerie verteilt. Das Maß der Skulpturen nimmt dabei genau Bezug auf das Maß der Bodenplatten des Gebäudes. In der Strenge und in der Reduziertheit dieser Arbeit stellen die "40 Bodenreliefs" eine überzeugende Antwort auf den Minimalismus von Mies van der Rohe dar. Die Ausstellung 2009 zeigt eine 3. Variante der Arbeit, ersten Fassungen von 1998 und 2004.
Im Untergeschoß der Nationalgalerie werden erstmals die zeichnerischen "Figurationen" zu sehen sein, mit den sich der Bildhauer Rückriem seit Jahren beschäftigt. Ausgehend vom Schachbrettprinzip der Steinskulptur oben hat Rückriem geometrische Elemente entwickelt, die sich ganz aus mathematischen Prinzipien entwickeln und in denen die Räumlichkeit streng übersetzt ist in ein radikales Spiel aus "Punkt, Linien und Flächen".
Ulrich Rückriem. 40 Bodenreliefs, 3. Variation 2009
19. März - 26. April 2009
Neue Nationalgalerie
Potsdamer Straße 50
10783 Berlin
Bild: The great entrance hall and the installation
"40 Bodenreliefs, 2. Variation 2004, Grand Bleu de Vire, Neue Nationalgalerie Berlin" by Ulrich Rückriem,
©Ulrich Rückriem, Staatliche Museen zu Berlin, Foto: Roman März