7. Berliner Kunstsalon 2010 - 5.-10.10.2010 in den Alten Schlachthöfen

  • Fotos. a-station.de

In diesem Jahr findet inzwischen der 7. Berliner Kunstsalon statt, bei dem zeitgenössische Kunst in Hülle und Fülle zu erleben sein wird.
Die Idee eine umfangreiche und innovative Kunstausstellung auszurichten entstand bereits in den 20ger Jahren in Berlin. Damals hatte man das Ziel mittellosen aber hervorragenden Künstlern eine Plattform des Austauschs und eine Ausstellungs­fläche, zu bieten.
Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Veranstaltung verboten und geriet in Vergessenheit. Erst vor einigen Jahren rief der Künstler, Edmund Pieper, die Kunstmesse wieder ins Leben und nannte sie den „Berliner Kunstsalon“. Seitdem findet die Ausstellung jedes Jahr im Herbst statt und beherbergt bis zu 150 freischaffende Künstler, Galerien und Newcomer, die eine angemessene und attraktive Ausstellungsfläche für moderne Kunst haben. Wie jedes Jahr findet der Berliner Kunstsalon in einem atemberaubenden architektonischen Ambiente statt.

Im diesem Jahr präsentiert sich der Berliner Kunstsalon auf dem Gelände des Alten Zentralviel- und Schlachthofes an der Storkower Straße. Das weitläufige Areal mit Markthallen, der Viehhofbörse, Ställen, Verwaltungsgebäuden und Schlachthäusern aus rotem Backstein wurden noch zu Kaisers Zeiten, am 1. März 1881, fertig gestellt. Der Berliner Architekt und Stadtbaurat Hermann Blankenstein entwarf die Anlage und richtete sich nach den Hygienevorstellungen des Arztes und Begründers moderner Pathologie in Deutschland, Karl Virchow. Während des Ersten Weltkrieges und der Zwischen­kriegszeit stagnierte die Produktion und die leer stehenden Hallen des Zentralvieh- und Schlacht­hofes wurden von Privatpersonen und Behörden als Lagerhallen genutzt. Im Zweiten Weltkrieg wurde eine Vielzahl der Gebäude durch Bombenangriffe auf Berlin hauptsächlich im Jahr 1945 beschädigt und zerstört. Fast 80 % des Geländes und der Anlagen verwandelten ich damals in Schutt und Asche. Allerdingst wurden relativ schnell nach dem Kriegende Instandsetzungsarbeiten durchgeführt, damit man den Betrieb wieder aufnehmen konnte. Kurze Zeit nach dem Einmarsch der Roten Armee und der kapitulation Deutschlands richteten die Sowjets in den Hallen ein Kriegsbeutelager ein. Während der Zeit der DDR avancierte der Zentralvieh- und Schlachthof zum führenden Betrieb der fleischverarbeitenden Industrie Ost-Berlins und im Jahr 1958 wurde der Hof in einen Volkseigenen Betrieb (VEB) umgewandelt und dieser dann 1963 in das VEB Fleischkombinat Berlin eingegliedert. Nach der Wende wurde der Betrieb auf dem Gelände eingestellt. Gleichzeitig wurden neue Pläne für die Nutzung des Alten Schlachtofes entworfen.

Auf dem 50 Hektar großen Gelände sollte bis zum Jahr 2010 das neue Stadtquartier Alter Schlachthof mit etwa 250.000 qm gewerblicher Nutzfläche und Wohnungen für 4500 Bewohner entstehen. Ferner wurde das ganze Gelände als Kulturdenkmal unter Denkmalschutz gestellt, und am 28. September 1995 in die Denkmalliste Berlins eingetragen. Nur ein Teil der Gesamtfläche wurde in ein Wohnviertel umgewandelt. Heute stehen noch die denkmal­geschützten Ruinen der Hammelauktionshallen und überdachte Rinderställe sowie die Verwaltungs­gebäude. Diese werden heute für Kunstaus­stellungen und Musikprojekte benutzt.

Auf diese Weise knüpft der diesjährige Berliner Kunstsalon an die bewegende Geschichte Berlins seit dem Kaiserreich an und präsentiert die Vielfalt der zeitgenössischen Kunst in einem historischen Ambiente.

7. Berliner Kunstsalon – Vom 5. – 10. Oktober 2010

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Landsberger Allee 104
10249 Berlin

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Veranstaltungsraum
Landsberger Allee 10410249 Berlin (Friedrichshain-Kreuzberg)